Geschichte


frühe mittelalterliche Ansicht von San Vincenzod
Frühe mittelalterliche Ansicht
von San Vincenzod

    Das Kloster von San Vincenzo ist 703 Anno Domini von drei Mönchen aus Benevento gegründet worden, es waren Paldo, Taso und Tato. Sie baten das Kloster auf den Ruinen eines römischen Gebetshauses aus dem 5. Jahrhundert, welches dem Heiligen Vincent, einem spanischen Märtyrer gewidmet war. In nur einem Jahrhundert wurde das Kloster zu einem der größten Abteien Europas, es wurde zu einem Zentrum geistiger und intellektueller Kultur.

     Es wurden verschiedene Kunsthandwerke ausgeübt, darunter die Herstellung von Glas, von Keramiken, Metallarbeiten, Emaillearbeiten, Bildhauerei, die Kunst der Schriftzeichen, die Verzierung von Handschriften und die Freskomalerei. Viele Freskos sind heute noch erhalten in der Krypta des Abtes von Epifaneo und der Basilika von San Vincenzo Maggiore. Sie gehören heute zum nationalen Kulturschatz Italiens. San Vincenzo Maggiore wurde erbaut von Abt Joshue mit Unterstützung der Mitglieder des Karolingischen Königshauses.

    Dieses intensive und kreative Leben wurde gewaltsam zerstört, als das Kloster am 10. Oktober 881 einem Sarazenerangriff zum Opfer fiel. Das Kloster wurde zerstört und zwischen 500 und 900 Mönche wurden umgebracht. Die Überlebenden flohen nach Capua. Erst 914 kehrte die Bruderschaft zurück. Sie bauten die Gebäude auf und nahmen das Klosterleben wieder auf. Im 12. Jahrhundert wurde das Kloster über den Fluß Volturno hinüber auf die andere Flussseite verlegt. Dies geschah durch Abtragung Stein für Stein und Wiederaufbau. Die Grundmauern der alten Gebäude wurden stehen gelassen, sie wurden zu Terrassen aufgefüllt und dienten nun dem landwirtschaftlichen Anbau. Aus dieser Zeit stammt die "Cronicon Volturnese", die Abt Giovanni geschrieben hat. Sie wird in der Vatikanischen Bibliothek in Rom aufbewahrt.


Entrance to the Abbatial Palace
Entrance to the Abbatial Palace

    Im Jahr 1699 übernahm der Abt von Montecassino das zu einer Ruine verfallene Kloster. Er begann mit dem Wiederaufbau, wurde aber durch die napoleonischen Besatzer hierin unterbrochen. Viele Jahre vergingen, ohne dass das Kloster wieder aufgebaut wurde. Im letzten Jahrhundert erwarb Enrico Catemario Quachi aus der Region der Abruzzen Eigentum an dem Kloster. Er trat es 1942 an die Abtei von Montecassino ab mit der Auflage, dass der Versuch der Wiederbelebung des Klosters von San Vincenzo versucht werden sollte. Die Restaurierungsarbeiten begannen unter der inspirierenden Leitung des Abtes Ildefonso Rea.

     Am 12. Mai 1990, auf Einladung des Abtes Bernardo d´Onerio kamen zwei amerikanische Nonnen aus den Vereinigten Staaten, um in Pionierarbeit das klörsterliche Leben in San Vincenzo wieder zu erwecken. (R. M. Myriam Bredet O.S.B., Äbtissin und R.M. Ayres Shaw, OS.B., Mitbegründerin). Sie haben den Versuch unternommen, das traditionelle klösterliche Leben mit seiner Friedensmission in der modernen Welt wieder zum Leben zu erwecken, duch die Neubildung einer Gemeinschaft, deren Basis das Gebet und die Arbeit sind. (Siehe Links Abtei von Montecassino, Freskos, Archäologie, frühe mittelalterliche Ansicht von San Vincenzod.

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